Fö N Festival. 24. – 29. September 2026, Innsbruck / Tirol

Drei Tage Menschenmögliches.

Drei Tage lang wurde in St. Bartlmä gedacht, gebaut, gestritten, gesungen und zugehört. Über 1.300 Menschen sind unserer Einladung gefolgt, einer Frage nachzugehen, die leichter klingt, als sie ist: Welche Zukunft hat das originär Menschliche? – Eine endgültige Antwort haben wir nicht mit nach Hause genommen, aber viele halbendgültige.

Den Auftakt machten die Physikerin Francesca Ferlaino und der Schauspieler Rainer Bock – zwei, die seit Jahrzehnten an einer Sache dranbleiben, die sich von niemandem abkürzen lässt. Eva Maria Gintsberg las, das Tanztheaterensemble DRIFT gab die Bewegung vor.

Danach: Talks, Labs, Walks und Spirits. Jian Ping He brachte seine »Paperworks«, Katharina Cibulka ihre Sätze an Fassaden, Kufstein Diaries die Machtfrage zwischen KI und Mensch auf die Bühne. Drei Podien fragten, wie wir besser wirtschaften, wie wir Zukunft lernen und was vom Original bleibt. Dazwischen wurde mit Händen und Füßen geübt – in der Buchbinderei, in der Matsch-Küche, in der Glockengießerei. – Nicht alles passte in eine Kategorie. Recht so.

Und dann waren da die Zwischenräume. Gespräche an der Bar, Menschen, die sich sonst selten begegnen, ein Sunrise Breakfast um halb sieben, Woschdog, Cemplified und Monobrother + Klebstoff zum Schluss. Wer für einen Vortrag gekommen war, blieb oft länger als geplant.

Was bleibt? Keine Gewissheit über die Maschine, aber eine Perspektive, die Mut macht: Originalität hat wenig mit Geniekult zu tun. Sie wurzelt in Aufmerksamkeit, Zusammenarbeit, Empathie – und im Willen, die Welt immer wieder neu zu sehen. Die Maschine liefert das Mögliche. Das Menschenmögliche beginnt dort, wo jemand auswählt, weglässt und dafür geradesteht.

Danke an alle, die beigetragen haben. Und an alle, die gekommen sind!

Im Herbst 2028 weht der Fö N wieder.