Fö N_Podium #2: Wie Zukunft lernen?

Eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde über Schule, Bildung und die transformative Kraft unserer Wissens- und Kreativkultur.

Datum26.09.2026
Uhrzeit15:30 – 17:00
OrtSt. Bartlmä / Halle 6
Fö N_talksPodiumsdiskussion

Welche Kompetenzen brauchen wir in einer sich rasant wandelnden Welt? Und was macht dabei das genuin Menschliche aus, das keine Maschine ersetzen kann? Wie lässt sich in Schule und Ausbildung eine Lernkultur schaffen, die das Denk- und Urteilsvermögen stärkt, Kreativität und Weltvertrauen fördert, gerechte Zugänglichkeit sicherstellt und Geist und Hand produktiv zusammenführt ­– gerade um uns im Kontext künstlicher Intelligenz handlungsfähig zu erhalten? – Dieses dritte und letzte Podium des Festivals widmet sich der so wichtigen Frage der Bildung und lotet mit leidenschaftlichen Praktiker:innen und Expert:innen Möglichkeiten aus, wie ein System ausschauen könnte, das keine Absolvent*innen, sondern „Originale“ ins Leben entlässt.

Wir diskutieren mit Mirjam Zadoff, Ulrike Schmidt-Zachl, Gregor Örley, Monika Abendstein und Lukas Kummer.

Die Podiumgespräche beginnen nicht mit Argumenten, sondern mit einem künstlerischen Moment: Ein Text, ein Bild oder ein Klang eröffnet den Raum – leise, konzentriert, vielleicht überraschend. Diese Interventionen sollen eine Einladung zum Innehalten, zum Zuhören, zum Mit- und Weiterdenken sein. Dann beginnt das Gespräch. Dort treffen unterschiedliche Zugänge aufeinander: Menschen mit Erfahrung und Menschen mit Fragen, Praktiker:innen und Suchende, Perspektiven, die sich ergänzen, widersprechen und weiterführen. Abseits fertiger Antworten wollen sie offen, manchmal tastend, wo nötig fokussiert sein – aber immer getragen von der Überzeugung, dass neue Ideen dort entstehen, wo unterschiedliche Stimmen zusammenwirken.

Mirjam Zadoff ist Historikerin und Leiterin des NS-Dokumentationszentrums München. Sie lehrt(e) an Universitäten in Europa und den USA und setzt sich für eine offene Gesellschaft, Demokratie, Teilhabe, Wissenschaft, Kunst und (Erinnerungs-)Kultur ein. In ihrem aktuellen Buch „Wie wir überwintern. Den Lebensmut durch die harten Zeiten retten“ plädiert sie für Solidarität, Menschlichkeit, und ungewöhnliche Allianzen.

Ulrike Schmidt-Zachl war Mitgründerin und zehn Jahre lang Schulleiterin der ROSE, dem Gymnasium in der Tabakfabrik in Linz, das 2025 als eine der innovativsten Schulen Österreichs ausgezeichnet wurde. Sie versteht sich als Visionsträgerin im Kontext Schule und interessiert sich insbesondere für die Wechselwirkung von Raum und Pädagogik. Ab September 2026 ist sie Professorin für Schulentwicklung an der PH Steiermark.

Gregor Örley ist Vizerektor der Pädagogischen Hochschule Tirol. Er studierte Soziologie, sowie Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung, war Lehrer und Schuldirektor und entwickelte die Konzeption österreichischer Praxisschulen als Modell- und Forschungsschulen mit. Er publiziert zu den Themen Bildung, Lernen und Schulentwicklung und beschäftigt sich mit eLearning und Digitalisierung.

Monika Abendstein ist Gründerin und Leiterin der Innsbrucker Kunst- und Architekturschule bilding. Die Architektin initiierte damit eine österreichweit und darüber hinaus einzigartige Einrichtung, die Kindern und Jugendlichen kreative Experimentierfelder für die Entwicklung eigenständige Persönlichkeiten bietet. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Baukulturvermittlung.

Lukas Kummer wurde in Innsbruck geboren und studierte an der Kunsthochschule Kassel Illustration und Comic. Seit 2009 arbeitet er als Illustrator, Autor und Gestalter und interessiert sich für künstlerische Formen der Wissensvermittlung. Für den Residenz Verlag setzte er die fünfbändigen autobiografischen Schriften Thomas Bernhards als Graphic Novels um. Der beeindruckende Sammel-Schuber erschien 2025.