Kultur am Stadtrand Süd: Die urbane Erkundung

Eine geführte Exkursion durch die versteckten kreativen und kulturellen Freiräume des Viertels

Datum26.09.2026
Uhrzeit14:00 – 17:00
OrtTreffpunkt Weekender / Tschamlerstraße 3
Fö N_walksFührung

„Kultur am Stadtrand Süd“ begibt sich auf eine anekdotenreiche Spurensuche geschlossener Kulturorte, legendärer Veranstaltungsserien und Festivals sowie wichtiger Szenetreffpunkte. Während des vom Subarchiv Innsbruck geleiteten Stadtspaziergangs besuchen wir das Utopia später Weekender, die Bergisel Arena, das Bierstindl und die Olympiahalle, sprechen über informelle Rave Locations wie die Autobahn Fahrbahnröhren und die Sillschlucht und die Bedeutung all dieser Orte der Kulturlandschaft außerhalb der Innenstadt. Jahrzehntelang war der Stadtrand Süd Austragungsort überregional bekannten Großevents wie dem Air&Style Contest und dem Afromeeting, genauso aber Zuhause der lokalen Musik-, Literatur- und Theaterszene abseits des schurkischen Kunos. In den letzten Jahren schlossen fast alle Kulturorte, mit Ausnahme des Quartiers St. Bartelmä. Der Stadtspaziergang bietet Einblicke in die historischen Gründe dafür, mögliche Chancen und die Bedeutung eines aktiven Kulturlebens an bislang wenig genutzten Unorten der Stadt.

Tschamlerstrasse 3, ehemaliges Utopia/Weekender

ARCHIVE-IT ist ein Verein, der ein Subarchiv für die Alternativ-, Sub- und Gegenkultur sowie soziale Bewegungen und Protestereignisse in Innsbruck und dem Tiroler Zentralraum betreibt. Das 2014 als stadt_potenziale-Projekt gestartete Archiv versteht sich als freies, zivilgesellschaftlich getragenes Angebot, das gezielt Materialien sammelt, bewahrt und vermittelt, die in offiziellen Überlieferungen oft untergehen. Sein Kernanliegen ist es, eine erweiterte Stadt- und Regionalgeschichte sichtbar zu machen, die nicht als Parallelnarrativ, sondern als integraler Bestandteil der Geschichte Innsbrucks und Tirols fungiert. Durch die Dokumentation jener Szenen, Orte und Akteure, die den Status quo aktiv hinterfragten, will der Verein eine kritische und multiperspektivische Erinnerungskultur fördern. Der Fokus liegt dabei zeitlich auf der Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart, wobei überregionale Bezüge nur dann einbezogen werden, wenn sie für die lokalen Entwicklungen relevant sind, während auch Materialien aus anderen Zeiträumen übernommen werden können.